Im „Business Portal Norwegen“ vom 24. Mai 2019 findet sich ein Text darüber, dass Norwegens Kronprinz Haakon auf mehr deutsch-norwegische Projekte hofft, um die Pariser Klimaziele und die Nachhaltigkeitsziele der Uno zu erreichen. Er war in Berlin zum German Norwegian Zero Emission Forum, das in der Norwegischen Botschaft stattfand, und informierte sich über die Entwicklung Norwegens hin zu einer emissionsfreien Gesellschaft.

In einem Vortrag blickte er auch zurück auf das erste Elektroauto in Norwegen. 2003 habe er ein sehr kleines, in Norwegen produziertes Auto gefahren; das schaffte ein paar Kilometer von seinem Wohnort zum Schloss und zurück – aber nur im Sommer. Im Winter habe er auf andere Transportmittel nutzen müssen, da die Batterieleistung zu gering war. Heute sei sein Land ein Pionier der Elektromobilität. 50 Prozent der Neuzulassungen waren im ersten Quartal 2019 Elektrofahrzeuge. Bis 2025 sollen in Norwegen alle neuen Autos mit umweltfreundlichen Antrieben ausgestattet sein, so das Ziel der Regierung.

Eine wichtige Rolle spiele in Norwegen, so der Kronprinz weiter, die Elektrifizierung von Fähren. Zwei Drittel aller Fähren sollen bis 2030 emissionsfrei betrieben werden. Die Öl- und Gasindustrie Norwegens leiste einen bedeutenden Beitrag bei neuen Technologien, die für umweltfreundliche Produkte und Lösungen eingesetzt werden, etwa für Offshore-Windparks oder auch für die Verlegung von Stromleitung auf dem Meeresboden.

Kronprinz Haakon würdigte die deutsch-norwegische Zusammenarbeit im Umweltbereich. Dabei erwähnte er den Windpark Arkona, das grüne Kabel Nord Link und die Batteriefabrik von Siemens in Trondheim. Er hoffe dass es künftig noch mehr Beispiele deutsch-norwegischer Kooperationen dieser Art gebe.

Im letzten „Spiegel“ stand ein Interview mit dem Kronprinzen; darin geht es ebenfalls um die Energie- und Klimapolitik. Er äußerte sich mit klarer Zustimmung zu der Bewegung, die Greta Thunberg von Schweden aus ausgelöst hatte.